eHealth Schweiz und ePatientendossier: Stand der Dinge

Viele Ideen aus den eHealth-Projekten konkretisieren sich im Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier, welches langsam Gestalt annimmt. Wir haben uns an den Entwurfsarbeiten des Bundesamtes für Gesundheit beteiligt. Einige wichtige Punkte konnten wir in unserem Sinne beeinflussen.

Wir haben uns im Berichtsjahr wiederum intensiv mit eHealth und insbesondere mit wichtigen Fragen betreffend das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier beschäftigt. Wichtig erscheint uns hier, dass an der Freiwilligkeit für die Patientinnen und Patienten festgehalten wird, dass ihre informationelle Selbstbestimmung gewährleistet ist und dass ein sektorieller Identifikator für eHealth geschaffen wird.

Gemäss unserer Auffassung ist es für das Gelingen von eHealth in der Schweiz ausschlaggebend, dass die Patientinnen und Patienten sich freiwillig für ein elektronisches Patientendossier entscheiden können. Ein Zwang im besonders heiklen Gesundheitsbereich würde das Gesamtprojekt gefährden. Glücklicherweise wird diese Freiwilligkeit von allen Interessengruppen anerkannt.

Entscheiden sie sich für ein elektronisches Patientendossier, soll die informationelle Selbstbestimmung für die Patientinnen und Patienten gewährleistet sein. Einträge in das Dossier sollen deshalb nur mit ihrer Zustimmung erfolgen können. Mittels eines geeigneten Rollen- und Berechtigungkonzepts sollen die Patienten zudem die Möglichkeit haben, die sie betreffenden Informationen gezielt den Personen zugänglich zu machen, die gemäss ihrem Willen Zugang haben sollen. Auch diese Forderung wird von den Interessengruppen grundsätzlich anerkannt. Allerdings wird hier zum Teil darauf hingewiesen, dass das elektronische Patientendossier seinen praktischen Nutzen verlieren könnte, wenn sich Behandelnde nicht auf die Vollständigkeit der darin enthaltenen Informationen verlassen können. Hierzu halten wir fest, dass eine behandelnde Ärztin nie sicher sein kann, dass der Patient alle Informationen preisgibt. Viel entscheidender ist unseres Erachtens die Korrektheit der im elektronischen Patientendossier enthaltenen Informationen.

Bezüglich des Patientenidentifikators stellen wir die klare Forderung, dass in eHealth die Sozialversicherungsnummer (AHVN13) nicht in Verbindung mit Gesundheitsdaten verwendet wird (vgl. unseren 19. Tätigkeitsbericht 2011/2012, Ziff. 1.5.2). Wir sind zu diesem Thema in ständigem Kontakt mit den wichtigsten Organen. Das genaue Verfahren stand zum Ende des Berichtsjahres noch nicht fest. Eine gute Lösung zeichnet sich allerdings ab, welche die von uns geforderte sektorielle Nummer zur Identifikation der Patienten nutzen wird.

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/dokumentation/taetigkeitsberichte/20--taetigkeitsbericht-2012-2013/ehealth-schweiz-und-epatientendossier--stand-der-dinge.html