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MedienmitteilungVeröffentlicht am 29. Januar 2026

Sirenen und Alertswiss werden am 4. Februar 2026 getestet

Bern, 29.01.2026 — Am Mittwoch, 4. Februar 2026, findet in der ganzen Schweiz der Sirenentest statt. Mit dem Test werden die rund 5'000 Sirenen Jahr für Jahr überprüft, damit sie im Ereignisfall zuverlässig alarmieren. Zum Test gehören auch Meldungen via die Alertswiss-App. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) fordert die Bevölkerung auf, den Test als Gelegenheit zur Überprüfung der persönlichen Vorsorge im Hinblick auf ein Ereignis zu nutzen.

Jeweils am ersten Mittwoch des Monats Februar wird in der ganzen Schweiz die Funktionsbereitschaft der Sirenen getestet. Unternehmen muss die Bevölkerung nichts.

2026 wird der Sirenentest am 4. Februar durchgeführt und findet zwischen 13.30 und 16.30 Uhr statt.

Ausgelöst wird über die Sirenen um 13.30 Uhr das Zeichen Allgemeiner Alarm, ein regelmässiger auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Bei Bedarf kann der Sirenentest bis 14.00 Uhr wiederholt werden.

In den Nahzonen unterhalb von Stauanlagen wird ab 14.00 Uhr bis spätestens 16.30 Uhr der Wasseralarm getestet. Das Signal besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von je 20 Sekunden in Abständen von jeweils 10 Sekunden.

Meldung via Alertswiss-App

Parallel zur Auslösung des Allgemeinen Sirenenalarms wird am 4. Februar 2026 von jedem Kanton und vom Fürstentum Liechtenstein eine Meldung der Stufe Information via Alertswiss-App ausgelöst. Mit diesem Vorgehen wird das Versenden einer sehr grossen Zahl von Push-Meldungen geprüft; gleichzeitig soll die Informationsmeldung sicherstellen, dass der Sirenentest nicht für einen echten Alarm gehalten wird.

Meldungen der Stufe Information lösen keinen Sirenenton auf dem Smartphone aus. Das Auslösen dieses Alarmtons ist echten Alarmen vorbehalten.

Was gilt bei einem echten Alarm?

Wenn der Allgemeine Alarm ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, sich über die Alertswiss-App oder -Website (www.alert.swiss) zu informieren oder Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren.

Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauanlage besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen.

Weitere Hinweise und Verhaltensempfehlungen finden sich auf der Website des BABS, auf der Alertswiss-Website sowie im Teletext der SRG-Sender auf den Seiten 680 und 681.

Die Alertswiss-App ist für die Betriebssysteme Android und iOS verfügbar. Sie steht im Google Play Store und im App Store von Apple zum kostenlosen Download bereit.

Persönliche Vorsorge überprüfen

Das BABS empfiehlt der Bevölkerung, den Sirenentest als Anlass zur Überprüfung der persönlichen Vorsorge zu nehmen. Dazu gehört vor allem:

  • Das Installieren der Alertswiss-App auf allen eigenen Mobilgeräten, damit man im Ereignisfall relevante Behördenmeldungen empfangen kann.
  • Das Ausfüllen oder Prüfen eines Notfallplans für sich selbst und/oder die Familie (Notfallplan verfügbar auf der Website oder in der App von Alertswiss).
  • Das Anlegen oder Überprüfen des eigenen Notvorrats, etwa mit dem Notvorratsrechner des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (www.notvorratsrechner.bwl.admin.ch) und der dazugehörenden Broschüre, die im Online-Shop des Bundesamts für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich ist.
  • Für Personen, die weniger als 50 km von einem Kernkraftwerk entfernt wohnen (Gebiet unter www.jodtabletten.ch abrufbar): Überprüfen, ob die von den Behörden letztmals im Herbst 2023 abgegebenen Jodtabletten weiterhin im Haushalt vorhanden sind. Bei Verlust können sie sich an die Geschäftsstelle Jodtabletten wenden: office@jdmt.ch. Für Personen, die weiter als 50 km von einem Kernkraftwerk entfernt wohnen, werden die Jodtabletten durch die Kantone gelagert und im Notfall abgegeben.

Aktualisierung der Alertswiss-App

Die Alertswiss-App wird laufend weiterentwickelt, um den steigenden Anforderungen zu genügen und ihre Rolle als Informationsdrehscheibe zu erfüllen, die im Ereignisfall Leben retten kann. Bei Ereignissen von grosser Tragweite stehen der Bevölkerung Notfalltreffpunkte (NTP) zur Verfügung. Aktiviert werden sie von den Behörden, die die Öffentlichkeit informieren, sobald die NTP in Betrieb sind. Ihr Standort ist auf einer Karte eingetragen, die in der neuen Version der Alertswiss-App abrufbar ist. Das BABS empfiehlt, die Alertswiss-App auf dem aktuellen Stand zu halten, damit sich auch neue Funktionen nutzen lassen und die reibungslose Alarmierung gewährleistet ist.

Seit ihrer Lancierung im Oktober 2018 wurde die Alertswiss-App auf mehr als 2,3 Millionen Geräten installiert. Die Behörden veröffentlichen damit rund 300 Ereignismeldungen pro Jahr.