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Fall Facebook/Cambridge Analytica: Verfahren in EU und USA laufen

12.04.2018 - Im Zusammenhang mit der von einem englischen Wissenschaftler eingesetzten App „This is your digital life“ ist es im Jahr 2015 zu unberechtigten Zugriffen auf Personendaten von ahnungslosen Kunden der sozialen Plattform Facebook gekommen. Die Daten wurden von der Firma Cambridge Analytica im Vorfeld von Wahlen zum Zwecke des sogennanten Mikro-Targetings bearbeitet, um potenzielle Wähler mit individuellen Nachrichten gezielt anzusprechen.  

Da Cambridge Analytica schwergewichtig in den USA und Grossbritannien tätig war, haben die Datenschutzbehörden von Grossbritannien wie auch die US-Federal Trade Commission Verfahren eröffnet. Zudem hat die EU-Datenschutzgruppe G29 eine "Social Media Arbeitsgruppe" gebildet, welche die EU-weit laufenden Untersuchungen unterstützt. Die  Medienmitteilung enthält Links zu Datenschutzbehörden einzelner Länder, die sich ebenfalls mit der Sache befassen. Der EDÖB steht mit der G29-Gruppe und der britischen Behörde (ICO) in ständigem Kontakt und sorgt dafür, dass die Datenschutzrechte der Userinnen und User in der Schweiz im gleichen Masse gewahrt werden wie jene der User mit ständigem Aufenthalt in der EU.

Hochrechnungen weisen darauf hin, dass auch Schweizer Anwender in der  Grössenordnung von 30‘000 von den unberechtigten Zugriffen betroffen sind. Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer können über einen Link erfahren, ob sie persönlich betroffen sind. (Dieser Artikel von sophos.com erklärt Ihnen, wie Sie dies einfach kontrollieren können.)

Link zur Datenschutzerklärung von Facebook.

Wir werden die vorliegenden Informationen laufend aktualisieren.

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Letzte Änderung 12.04.2018

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