Internetpranger

Berichterstattung über Lehrpersonen im Internet

Internetplattformen, auf denen Berichte über politische Einflussnahmen durch Lehrpersonen veröffentlicht werden, können die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen verletzen. Daher ist darauf zu achten, dass die Texte nur in anonymisierter Form veröffentlicht werden.

Erläuterungen des EDÖB zu Internetprangern

Das Instrument des Internetprangers erfreut sich wachsender Beliebtheit. Im Internet tauchen immer häufiger schwarze Listen, auch Blacklists genannt, auf, mit denen Personen veröffentlicht werden, die nicht im Sinne des Verfassers gehandelt oder entschieden haben. Nicht selten werden dabei auch Privatadressen und/oder Fotografien der fraglichen Personen publiziert. Mit solchen Internetprangern werden Personendaten bearbeitet und Dritten weitergegeben. Dies Daten müssen so bearbeitet werden, dass die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen nicht widerrechtlich verletzt werden. Was dies konkret bedeutet, wird im Folgenden ausgeführt.

Internet-Publikationen bei öffentlichen Veranstaltungen

Auf der Website ch.indymedia.org wurde im Juli 2008 über das Sempacher Schlachtfest und dessen Teilnehmer berichtet. In diesem Zusammenhang wurde der EDÖB von den Medien angefragt, ob eine Berichterstattung, in der Bildaufnahmen einzelner identifizierbarer Personen veröffentlich werden, aus datenschutzrechtlicher Sicht zulässig ist. Der EDÖB betont, dass hier eine Abwägung zwischen dem öffentlichen Informationsinteresse und der Privatsphäre erforderlich ist.

Weitere Informationen

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/datenschutz/Internet_und_Computer/internetpranger.html