Der Zugriff auf Transaktionsdaten der SWIFT

Im Juni 2006 wurde in den Medien gemeldet, dass die US-Administration im Rahmen ihrer Anstrengungen zur Terrorbekämpfung Zugriff auf die Transaktionsdaten der Society for Worldwide Interbank Telecommunication (SWIFT) hat. Da die SWIFT in Belgien domiziliert ist, hat die dort zuständige Commission de la protection de la vie privée die Vorgänge untersucht und die Resultate ihrer Arbeit am 27.9.2006 veröffentlicht.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat nach Kenntnisnahme der Vorgänge durch die Presse bei den wichtigsten Akteuren des schweizerischen Bankensektors Informationen eingeholt. Basierend auf der Grundlage der so erlangten Kenntnisse, des Berichtes aus Belgien sowie der Stellungnahme des Bundesrates zuhanden der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates vom 4.7.2006 hat der EDÖB eine Stellungnahme verfasst.

Im Rahmen der Reorganisation des Geschäftsbetriebs und des in den letzen Jahren stark gestiegenen Transfervolumens hat sich die SWIFT entschieden, bis Ende 2009 neben den beiden Operation Center in Belgien und den USA ein drittes in der Schweiz aufzubauen und in diesem Zuge den Überweisungsverkehr in zwei Zonen (eine europäische und eine transatlantische) zu separieren. In diesem Rahmen würden innereuropäische Überweisungen von den beiden Operation Center in der Schweiz und in Belgien und transatlantische Überweisungen von den Operation Center in den USA und der Schweiz bearbeitet. Da die US-Administration lediglich auf die Daten, die im Operation Center in den USA bearbeitet werden, zugreifen kann, werden in Zukunft sämtliche innereuropäischen Überweisungen für die US-Administration nicht mehr direkt zugänglich sein.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/datenschutz/handel-und-wirtschaft/finanzwesen/der-zugriff-auf-transaktionsdaten-der-swift.html