Moneyhouse

Wirtschaftsauskunfteien: Bundesverwaltungsgericht schützt die Privatsphäre betroffener Personen

11.05.2017 - Im Klageverfahren gegen die Wirtschaftsauskunftei Moneyhouse hat das Bundesverwaltungsgericht einen im aktuellen Umfeld der Digitalisierung wegweisenden Entscheid gefällt, indem es der profilbildenden Verknüpfung von Informationen und deren Publikation klare Grenzen setzt.

EDÖB zieht Fall Moneyhouse vor Bundesverwaltungsgericht

30.04.2015 - Der EDÖB hat seine dritte Untersuchung bei der Auskunftei Moneyhouse mit einer Empfehlung abgeschlossen. Darin fordert er insbesondere Verbesserungen bei der Bearbeitung von Persönlichkeitsprofilen, der Information der betroffenen Personen und der Datenrichtigkeit. Weil Moneyhouse die Empfehlung nur teilweise akzeptiert hat, wird der EDÖB sie nun dem Bundesverwaltungsgericht zur rechtlichen Klärung vorlegen.

Neue Löschungsmodalitäten bei Moneyhouse

16.04.2013 - Seit Kurzem verlangt die itonex ag, Betreiberin des Dienstes Moneyhouse, von Personen, die ein Löschungsbegehren stellen, ihrem Gesuch die Kopie eines amtlichen Ausweises beizulegen. Wir weisen Gesuchsteller darauf hin, dass sie diejenigen Daten, die für die Identifikation des Antragstellers nicht erforderlich sind, abdecken können (z.B. Körpergrösse, Foto, Ausweisnummer). Itonex darf die Ausweisdaten nur zum Zweck der Identifikation verwenden. Eine anderweitige Verwendung ist nicht gestattet.

Annahme der Empfehlungen des EDÖB

Bern, 12.02.2013 - Der Internetdienst Moneyhouse hat die Empfehlungen des EDÖB angenommen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte hat seine Sachverhaltsabklärung, was die Veröffentlichung von Adressdaten im Internet betrifft, abgeschlossen.

Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts

Bern, 07.08.2012 - Der Internetdienst Moneyhouse darf die umstrittene Personensuche ab sofort wieder anbieten. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, nachdem es in einem ersten Schritt noch dem Antrag des Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten um sofortige Sperrung dieses Angebots entsprochen hatte. Als Folge sind wieder zahlreiche gesperrte Privatadressen auf moneyhouse.ch abrufbar.

Superprovisorische Massnahmen gegen www.moneyhouse.ch

Bern, 20.07.2012 - Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) Hanspeter Thür hat vor Bundesverwaltungsgericht (BVGer) superprovisorische Massnahmen gegen die Veröffentlichung von unzähligen Privatadressen auf moneyhouse.ch beantragt. Das BVGer hat diesem Begehren entsprochen und das Anbieten dieser Personensuche per sofort untersagt. 

Die Betreiberin von moneyhouse.ch, itonex ag in Rotkreuz, veröffentlicht seit einigen Wochen die Privatadressen von zahlreichen Personen online und zur freien Einsicht; dies unabhängig von der Einwilligung der betroffenen Person und vor allem auch ungeachtet der Tatsache, dass viele Personen ihre Adressen aus Sicherheitsgründen gesperrt hatten. Zahlreiche besorgte Privatpersonen wandten sich in der Folge an den EDÖB, der eine Sachverhaltsabklärung einleitete und von der itonex AG forderte, die Personensuchfunktion bis spätestens 19.7.2012 mittags vom Netz zu nehmen. Die Firma reagierte nicht auf diese Aufforderung, worauf der EDÖB an das  Bundesverwaltungsgericht gelangte und beantragte, den Dienst der Personensuche superprovisorisch (d.h. ohne vorgängige Anhörung der Gegenpartei) per sofort zu untersagen. Das BVGer entsprach heute diesem Begehren und verpflichtete die itonex AG im Einklang mit den Forderungen des EDÖB zudem, die Betreiber von Internetsuchmaschinen anzuweisen, gespeicherte Adressdaten unverzüglich zu löschen.

Der EDÖB wird die Personendatenbearbeitungen bei moneyhouse im Rahmen der nun eröffneten Sachverhaltsabklärung genauer unter die Lupe nehmen.

Weiterführende Informationen

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/datenschutz/handel-und-wirtschaft/kredit-und-inkasso/moneyhouse.html