Forschung

Datenschutz und Forschung im Allgemeinen

Diese Erläuterungen richten sich an Personen, die privat oder für ein Bundesorgan Forschung betreiben, und an Bundesorgane, die selbst eine Forschungstätigkeit ausüben, Dritte damit beauftragen oder Forscherinnen und Forschern Personendaten weiterleiten. Sie gelten nicht für öffentliche Stellen der Kantone und Gemeinden, wie die Universitäten (mit Ausnahme der ETH), die Kantons-, Universitäts-, Regional- und Kommunalspitäler. Diese fallen in den Zuständigkeitsbereich der kantonalen und kommunalen Datenschutzbehörden.

Medizinische Forschung

Für die medizinische Forschung wird eine Vielzahl an Daten benötigt, darunter auch Personendaten. Mehr als jeder andere Bereich der wissenschaftlichen Forschung ist sie auf Informationen angewiesen, mit deren Hilfe die betroffenen Personen identifiziert werden können. Nur anhand letzterer kann zum Beispiel eine Person umgehend in den Genuss einer neuen Behandlung kommen, können Mehrfacheintragungen von Personen erkannt, Vergleichsgruppen aufgestellt, Langzeitstudien durchgeführt oder Zusatzfragen gestellt werden.

Datenschutz in der Familienforschung

Das Betreiben von Familienforschung (Genealogie) erfordert die Einsichtnahme in zahlreiche private Papiere oder amtliche Dokumente bei den verschiedensten Behörden der Kantone und des Bundes. Für die Einsichtnahme und den Datenschutz gelten dabei unterschiedliche Regeln, je nachdem, ob in öffentliche Register des Privatrechtsverkehrs (z.B. Zivilstandsregister) oder andere amtliche Dokumente Einblick gewünscht wird. Zuerst muss dabei unterschieden werden, ob die Genealogin bei den direkt Betroffenen oder in amtlichen Dokumenten nachforscht.

Weitere Informationen

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/datenschutz/statistik--register-und-forschung/forschung.html