Öffentlicher Verkehr

Sachverhaltsabklärung des EDÖB zum SwissPass

SBB und VöV speichern keine Kontrolldaten mehr

09.09.2016 - Der EDÖB hat in den letzten Monaten eine Sachverhaltsabklärung beim Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Zusammenhang mit dem SwissPass durchgeführt. Gegenstand dieser Arbeiten war die Umsetzung seiner Empfehlung vom 4. Januar dieses Jahres. Darin hatte der EDÖB u.a. die Löschung der bereits erhobenen Kontrolldaten der Passagiere und die Einstellung der entsprechenden Datenbank gefordert. Der VöV und die SBB zeigten auf, dass die bislang bei den Kontrollen des SwissPass angefallenen Daten inzwischen vollständig gelöscht wurden. Um sicherzustellen, dass künftig keine SwissPass-Kontrolldaten mehr übermittelt werden, haben alle beteiligten Transportunternehmen einen Softwareaustausch vorgenommen.

Die Betreiber des SwissPass konnten zudem aufzeigen, dass die Kontrolldatenbank keine Informationen mehr enthält, die Gegenstand der oben genannten Empfehlung waren. Der EDÖB geht somit davon aus, dass deren Sinn und Zweck Rechnung getragen wurde. Er hat die Sachverhaltsabklärung bezüglich der SwissPass-Kontrolldaten in der Folge abgeschlossen.

«Swiss Pass»: EDÖB fordert Löschung der Kontrolldaten

17.02.2016 - Im Rahmen des «Swiss Pass» müssen der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die bereits erhobenen Kontrolldaten der Passagiere löschen und den Betrieb der Kontrolldatenbank einstellen. Dies fordert der EDÖB in seiner Empfehlung zuhanden der beiden Akteure. Zudem rät er ihnen, in den AGB zum Halbtax- und zum Generalabonnement transparenter über die Verwendung der Kundendaten zu informieren.

Informationssystem betreffend Reisende ohne gültigen Fahrausweis

Die neue gesetzliche Grundlage für ein Informationssystem über Reisende ohne gültigen Fahrausweis wurde vom Parlament verabschiedet. Entsprechende Verordnungsbestimmungen befinden sich in Ausarbeitung.

Als GA-Besitzerin werde ich beim Bahnfahren von Zeit zu Zeit vom SBB-Personal nach meiner Reisestrecke gefragt. Was geschieht mit diesen Daten?

Diese Erhebungen in den Zügen finden bereits seit vielen Jahren statt. Wie uns die SBB auf Anfrage mitteilten, haben die Erhebungen statistischen Charakter. Es werden ausser Ein- und Ausstiegsort und Fahrkartentyp keine Informationen von den Passagieren gesammelt. Eine personenbezogene Erhebung (z.B. durch Erfassen des aufgedruckten Namens oder der individuellen GA-Nummer) wäre weder zweck- noch verhältnismässig. Allerdings kann der Typ des GAs (z.B. GA Erwachsene, GA Junior, GA Plus Familia, etc.) ohne Weiteres erfasst werden, denn er erlaubt keinen Hinweis auf die Inhaberin oder den Inhaber. Sie können übrigens bei der SBB jederzeit Ihr Auskunftsrecht geltend machen, um in Erfahrung zu bringen, welche Daten über Sie bearbeitet werden.

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/datenschutz/wohnen-und-verkehr/oeffentlicher-verkehr.html