7. Tätigkeitsbericht 1999/2000

Sie finden hier eine Auswahl an Artikeln des 7. Tätigkeitsberichts des EDÖB. Den vollständigen Text können sie als PDF-Dokument herunterladen oder aber beim Bundesamt für Bauten und Logistik bestellen. Informationen dazu finden Sie im Kästchen rechts auf dieser Seite.

Vorwort

Das herankommende 21. Jahrhundert ist von der weltweiten elektronischen Kommunikation gekennzeichnet. Der Datenschutz steht vor einer Entwicklung, die zum Teil bereits Wirklichkeit ist.

Schlüsselelemente für die Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs

Wir weisen nachfolgend auf Schlüsselelemente hin, die für die Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs von ausschlaggebender Bedeutung sind: E-commerce ist "one-to-one-bussiness" d.h. es stützt sich ausschliesslich auf den persönlichen Kontakt. Deshalb wird der Konsument zurückhaltend reagieren, wenn er ohne vertrauensbildende Massnahmen mit viel Werbung und Informationen überflutet wird. Viele Unternehmen erstellen bereits jetzt Datenbanken mit Personendaten, um ihr Angebot zu personifizieren.

Hinweise zur Erstellung einer Datenbearbeitungserklärung für Internetdienste

Datenbearbeitungserklärungen sollen die Benutzer einer Website über die vom Dienstleistungsanbieter praktizierten Verfahren zum Schutz der Privatsphäre informieren. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Vertrauensgewinnung der Benutzer. Voraussetzung ist, dass die Erklärung die erforderliche Genauigkeit aufweist. Nur so wird der Benutzer in der Lage versetzt, frei zu entscheiden, ob und wie er seine persönliche Daten bearbeiten lassen möchte.

Videoüberwachung am Arbeitsplatz: Begriff der Verhaltensüberwachung

Überwachungs- und Kontrollsysteme, die das Verhalten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz überwachen sollen, dürfen nicht eingesetzt werden. Auch unkorrektes oder gar widerrechtliches Verhalten darf nicht mit technischen Mitteln durch den Arbeitgeber kontrolliert werden. Für die Beweiserhebung zur Verfolgung einer Straftat ist die Strafjustizbehörde zuständig.

Datenabgleich bei Bonitätsüberprüfungen

Zur Prüfung der Kreditwürdigkeit potentieller Kunden ist es im Grosshandel nicht immer möglich, die Bonität jedes Kunden einzelfallweise zu prüfen. Sofern Wirtschaftsauskunfteien den Grosskunden Personendaten verschlüsselt bekanntgeben und letztere nach dem Datenabgleich nur diejenigen Daten ausgedruckt erhalten, die sie im Zusammenhang mit dem Abschluss oder der Abwicklung eines Vertrages benötigen, handelt es sich um einen datenschutzkonformen Abgleich

Mahnungen und unrichtige Angaben bei Wirtschaftsauskunfteien

Im vergangenen Jahr haben sich falsche bzw. völlig veraltete Eintragungen in verschiedenen Datensammlungen von Wirtschaftsauskunfteien gehäuft. Wir wiesen daher mehrfach darauf hin, dass die Richtigkeit und Aktualität der Daten regelmässig geprüft und veraltete Daten gelöscht werden müssen. Falsche Daten sorgen nicht nur bei den betroffenen Personen für Nachteile, sondern auch bei den Käufern dieser Daten. Bei der Bekanntgabe von Mahnungen ist umstritten, ob diese Angaben für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit geeignet und nötig sind.

Verträge bei Datenübermittlungen ins Ausland

Zwischen den Mitgliedstaaten besteht Einigkeit, dass zwischen den verschiedenen Rechtsschutzsystemen im Bereich Privatsphäre Brücken gebaut werden müssen. Solche Verträge bilden eine Möglichkeit, ein gleichwertiges Schutzniveau über die verschiedenen Staatsgrenzen zu gewährleisten.

Weiterführende Informationen

Dokument

Publikationen

Bestellung

Der Tätigkeitsbericht kann beim BBL, Vertrieb Publikationen, 3003 Bern bestellt werden. Art. Nr. 410.007

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