Schutz des eigenen Computers

Der Einsatz des Computers für elektronische Post, E-Commerce und E-Banking oder für die Informationssuche ist heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die meisten Benutzer, die sich ins Internet begeben, sind sich jedoch nicht bewusst, dass dieser Vorgang die Sicherheit ihrer Installation und ihrer Daten gefährden kann. Das Risikopotenzial zu erkennen bedeutet den ersten Schritt hin zum Selbstschutz, der im Regelfall mit Gratis-Softwareprogrammen gewährleistet werden kann.

Die erste Risikokategorie besteht aus den elektronischen Spuren. Auf dem Computer durchgeführte Tätigkeiten hinterlassen Spuren. Wenn sie richtig analysiert werden, lässt sich damit das Handeln des Benutzers rekonstruieren. So können besuchte Internetseiten, Mailausgang, Maileingang sowie eine Vielzahl von Personendaten enthüllt werden, aus denen sich unter Umständen sogar Persönlichkeitsprofile erstellen lassen. Der Angriff auf diese Daten setzt nicht zwangsläufig den physischen Zugriff auf den Computer voraus, da die Spuren auch über Internet gesammelt werden können.

Die zweite Risikokategorie betrifft die Eingriffe in die Sicherheit. Ziel solcher Angriffe ist der Diebstahl, das Einschleusen, Ändern oder Zerstören von Daten sowie die Lähmung des Computers. Der typische Fall ist der eines Virus oder einer Internetseite, die Dutzende von Werbefenstern öffnet. Zu dieser Kategorie gehören auch unaufgefordert erhaltene E-Mails (Spam), mit denen der elektronische Briefkasten so überlastet wird, dass er manchmal unbenutzbar ist.

Schliesslich gibt es die Kategorie der wirtschaftlichen Risiken. Dazu gehört beispielsweise so genannte Malware (Hijacker), welche die Nummer des gewohnten Internetproviders ohne Wissen des Betroffenen durch eine teurere Mehrwertnummer (090x) ersetzt.

Zur Minimierung der Risiken kann man sich oft kostenlose Schutzprogramme beschaffen:

  • Antispyware: Eine Spyware ist ein Programm, das ohne Wissen des Betroffenen persönliche Daten für einen Dritten sammelt. Mit einer regelmässig aktualisierten Antispyware können solche Angriffe abgewehrt werden.
  • File Wiper: Anstelle des logischen Löschens können die persönlichen Daten mithilfe eines physischen Löschprogramms (File Wiper) vernichtet werden.
  • Persönliche Firewall: Während einer Internetverbindung kann ein Angreifer versuchen, in Ihren Computer einzudringen. Ausserdem können ohne Ihr Wissen unkontrollierbare aktive Elemente einer Internetseite (Java, Javascript, ActiveX etc.) ausgeführt werden. Eine persönliche Firewall schränkt solche Angriffe ein.
  • Antispam: Unaufgeforderte E-Mails (Spam) verstopfen den elektronischen Briefkasten mit Werbung. Mit den Antispam-Programmen kann diese Belästigung dank «intelligenter» Filterung der eingehenden Nachrichten grösstenteils verhindert werden.
  • Antidialer: Ein solches Programm verhindert die unerwünschte Ersetzung der Nummer des gewohnten Internetanbieters durch die Nummer eines kostspieligeren Mehrwertdienstes. Der Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM), die Verwendung der PC-Dialer im Zusammenhang mit den 090x-Nummern zu verbieten, stellt ein gutes Mittel gegen diese Probleme dar. Trotzdem kann es zum Beispiel im Zusammenhang mit Satellitennummern noch PC-Dialer geben, weshalb ein Antidialer-Progamm immer empfehlenswert ist.
  • Antibanner: Gewisse Internetseiten öffnen Dutzende von Werbefenstern, welche die Benutzer erheblich stören. Ein Antibanner-Programm verringert diese Unannehmlichkeiten.

[Juli 2004]

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/dokumentation/taetigkeitsberichte/aeltere-berichte/11--taetigkeitsbericht-2003-2004/schutz-des-eigenen-computers.html