Datenschutzaspekte bei Versandhandelsapotheken

Sachverhaltsabklärungen bei zwei Versandhandelsapotheken haben gezeigt, dass bei den kontrollierten Unternehmen ein gutes Verständnis für den Datenschutz herrscht und die notwendigen Vorkehrungen für den Schutz der Patientendaten getroffen werden. Hingegen bestehen Unklarheiten, welche Gesundheitsdaten die Versandhandelsapotheken zwingend bearbeiten müssen.

Im Berichtsjahr haben wir Sachverhaltsabklärungen bei zwei Versandhandelsapotheken durchgeführt. Ein Verfahren konnte vollständig abgeschlossen werden, während das zweite Verfahren kurz vor dem Abschluss steht. In beiden Fällen konstatierten wir, dass die Unternehmen sich der Sensibilität der von ihnen bearbeiteten Personendaten bewusst sind und entsprechend auch die notwendigen Vorkehrungen für die Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit getroffen haben. Insbesondere konnten wir feststellen, dass bei beiden Unternehmen eine klare Trennung von administrativen Daten und Gesundheitsdaten erfolgt. So haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur Zugriff auf Gesundheitsdaten, wenn es für ihre Aufgabe wirklich notwendig ist. Hingegen erkannten wir, dass Unklarheiten bestehen, welche Gesundheitsdaten aufgrund der gesetzlichen Qualitäts- und Sicherheitsbestimmungen zwingend bearbeitet werden müssen. Diese Frage ist entscheidend für die Beurteilung der Pflicht zur Anmeldung einer Datensammlung in unserem öffentlich zugänglichen Register (www.datareg.admin.ch).

https://www.edoeb.admin.ch/content/edoeb/de/home/dokumentation/taetigkeitsberichte/aeltere-berichte/18--taetigkeitsbericht-2010-2011/datenschutzaspekte-bei-versandhandelsapotheken.html