Geolokalisierung mit mobilen Geräten

Mittels mobilen Geräten werden Geopositionsdaten für standortbezogene Dienste erhoben. Werden diese Daten über einen längeren Zeitraum gespeichert, ergeben sie ein detailliertes Bewegungsprofi l der Gerätebenutzer. Wir haben daher im Rahmen einer Sachverhaltsabklärung die entsprechenden Datenbearbeitungen von Apple analysiert, derweil Apple von sich aus ein Update der Software zur Verfügung gestellt hat, mit dem die Erfassung von Geopositionsdaten unterbunden werden kann.

Im Frühjahr 2011 wurde bekannt, dass die mobilen, mit iOS betriebenen Geräte Geopositionsdaten speichern, an Apple senden und zudem auf den zur Synchronisierung eingesetzten Computern ablegen. Da die Sammlung von Positionsdaten zu einer Person resp. zu einem Gerät eine Personendatenbearbeitung darstellt, haben wir eine Sachverhaltsabklärung durchgeführt.

Gemäss der Stellungnahme von Apple wurden nicht alle auf den betroffenen Mobilgeräten gespeicherten Hotspot- und Mobilfunkantennenstandorte durch das Gerät selbst erfasst. Apple selber stellte Informationen zu möglicherweise in der Nähe des Telefons befi ndlichen Standorten zur Verfügung. Der Zweck dieser Sammlung ist eine schnellere Positionsbestimmung für verschiedene Anwendungen.

Weiter wurden die Antennenstandorte im Empfangsbereich des Gerätes aufgrund eines Programmierfehlers auch nach dem Deaktivieren der Ortsdienste erfasst und an Apple gesendet. Mit dem iOS-Update vom 4. Mai 2011 wurde dieser Fehler behoben. Zusätzlich wird seit dem Update die Datei mit den Geopositionsdaten nicht mehr über das Programm «iTunes» auf anderen Geräten gesichert. Die «crowd-sourced» WIFI-, Hotspot- und Mobilfunkantennen-Informationen werden nach sieben Tagen, alle temporären Ortsinformationen beim Abschalten der Ortsdienste gelöscht.

Die mit dem besagten Update am Betriebssystem vorgenommenen Anpassungen ermöglichen den Benutzerinnen und Benutzern die Löschung der Ortsinformationen sowie die Unterbindung ihrer Erfassung und Weiterleitung. Damit waren die datenschutzrechtlichen Forderungen erfüllt und wir konnten die Sachverhaltsabklärung abschliessen.

Anzumerken bleibt, dass es unabhängig vom Betriebssystem nach wie vor auch in den Händen der Benutzer liegt, welchen «Apps», Programmen oder Herstellern sie ihre (Positions-)Daten anvertrauen und gegebenenfalls Informationen für ein detailliertes (Bewegungs-)Profi l liefern. Um die damit verbundenen Risiken möglichst klein zu halten, sollten sie einerseits die AGB und die Datenschutzerklärung beachten, andererseits die Zugriffseinstellungen für die Programme anpassen.

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